Einsatzdaten

Einsatz von 04.05 Uhr bis 17.45 Uhr
Abteilung: Wolfach, Kirnbach
Ereignis: Vollbrand eines Gebäudes in Hausach
Einsatzort: Hausach
Eingesetzte Mittel: KdoW, KdoW, ELW, TLF 16/25, GW-T, RW2, TSF-W (Kirnbach)
Eingesetzte Einsatzkräfte: 25 Mann

 

Details

Beim Brand eines Wohn- und Geschäftshauses gab es in der Nacht zum Montag Schaden in Höhe von einer halben Million Euro. Das Gebäude ist nahezu ausgebrannt. Der Hausbesitzer zog sich leichte Verletzungen zu. Ebenso ein Polizeibeamter, der den Mann aus dem brennenden Gebäude rettete Die Feuerwehr war mit mehr als 180 Mann im Einsatz und konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude, insbesondere aber auch auf das angebaute Gebäude der "Schwarzwaldmodellbahn Hausach" verhindern. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Ein Brandsachverständiger wird ab Wochenmitte im Bauschutt nach der Ursache forschen. Ein Nachbar hatte den Brand gegen 3:10 Uhr entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Bei dem Gebäude in der Eisenbahnstraße handelt es sich um ein ehemaliges Hotel, das von dem 71 Jahre alten Besitzer, der alleine in dem Gebäude wohnt, in den letzten Jahrzehnten zum Verkaufsladen für Korbwaren umfunktioniert worden war. Direkt an das dreistöckige Haus ist ein einstöckiges Gebäude mit Flachdach angebaut, das früher von einem Discounter genutzt worden war. Jetzt fährt dort nach realem Vorbild Europas größte Modeleisenbahn. Als die ersten Rettungskräfte und die Polizei vor Ort kamen, drang aus dem Erdgeschoss schwarzer Rauch. Aus dem 1. Obergeschoss hörte man im rückwärtigen Bereich Hilfeschreie. Ein Polizeibeamter kletterte sofort auf ein Vordach und entdeckte weiter oben hinter einem Giebel den 71-Jährigen Hausbesitzer. Mit einer Leiter, die zufällig auf dem Dach lag, stieg er nach oben und konnte den Mann aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich retten. Da dieser sich aber am Knie verletzt hatte und nicht laufen konnte, mussten die beiden noch eine Weile oben ausharren, bis sie letztlich von der Feuerwehr per Drehleiter geborgen werden konnten.

Beide kamen in ein Klinikum, wo man aber Entwarnung geben konnte. Polizist und Brandopfer hatten glücklicherweise nur leichte Verletzungen erlitten. Trotz eines massiven Feuerwehreinsatzes von Kräften aus dem Kinzigtal und Offenburg war nicht zu verhindern, dass das Gebäude nahezu zerstört wurde. Bis in den frühen Vormittag mussten die Wehren noch einzelne Glutnester bekämpfen. Der Anbau mit der Modellbahn scheint weitgehend gerettet zu sein, wenn man von Rauch- und Wasserschäden absieht. Und auch die angrenzenden Gebäude blieben dank der Wehren im Wesentlichen von dem Feuer verschont. Für die Sicherheit vor Ort sorgten DRK und Rettungsdienst mit rund 20 Mitarbeitern und einer Notarztbesatzung. Das Technische Hilfswerk unterstützte bei den Umleitungsmaßnahmen für den Straßenverkehr. Und zusammen mit der Bundespolizei und Notfallmanager der Bahn half man Reisenden, damit diese am Bahnhof auf ungewohntem Weg die Gleise überqueren konnten. Die Polizei hat mit vier Streifenbesatzungen vor Ort für Absperrungen gesorgt und die ersten Ermittlungen aufgenommen. Bislang ist aber noch nicht klar, wie das Feuer, das offensichtlich im Erdgeschoss ausgebrochen ist, entstanden ist. Ein Brandsachverständiger des LKA wird in Absprache mit der Staatsanwaltschaft ab Mittwoch, wenn die Brandstelle ausgekühlt ist, nach der Ursache suchen.