Einsatzdaten

Einsatz von 14.05 Uhr bis 18.42 Uhr
Abteilung: Wolfach, Kinzigtal
Ereignis: Gebäudebrand
Einsatzort: Schiltach
Eingesetzte Mittel: Kdow, ELW, TLF 16/25, GW-T, SW1000, MLF ersetzt -

">LF16 Kinzigtal
Eingesetzte Einsatzkräfte: 34 Mann

 

Details

Zu einem Großeinsatz mussten am Donnerstagnachmittag gegen 14 Uhr gleich vier

Feuerwehren nach Vorderlehengericht ausrücken. Ein Schwelbrand war im Dach

eines Wohnhauses im Eichwaldweg ausgebrochen.Die Familie habe gerade auf der

Terrasse zu Mittag gegessen, als sie Rauch aus einem Anbau wahrnahm, so die

Polizei vor Ort.

 

Rund 80 Feuerwehrleute aus Schiltach, Schenkenzell und Wolfach, unterstützt von

der Drehleiter aus Schramberg und den Atemschutzgerätewagen kämpften gegen

das Feuer. Dies gestaltete sich allerdings schwierig durch die besondere Bauweise

des Gebäudes. Das Holzbohlenmassivhaus, teilweise mit Holzständerwänden, trug

ein begrüntes Dach, unter dem sich das Feuer vorfraß.

 

Nach den Worten von Kreisbrandmeister Mario Rumpf und Einsatzleiter Harry

Hoffmann, Kommandant der Schiltacher Wehr, hatte sich ein Vollbrand in den

großen Zwischenräumen des Daches entwickelt. Die Dachpappe, die das Dach

abdichtete, war trotz der massiven Bemühungen der Wehr kaum zu löschen. Die

Wehrmänner mussten zunächst das Dach zu großen Teilen öffnen, um das Feuer

überhaupt erreichen zu können.

 

Atemschutzgeräteträger aus allen beteiligten Wehren

 

Zudem gestaltete sich die Wasserversorgung aus der weit unter der Brandstelle

jenseits der Bundesstraße liegenden Kinzig und aus den Hydranten als schwierig.

Groß war der Bedarf an Atemschutzgeräteträgern, die allerdings aus allen beteiligten

Wehren zur Verfügung standen, so dass die Ablösung der im Einsatz befindlichen

Atemschutzgeräteträger jederzeit gewährleistet war. Kreisfeuerwehrarzt Bernhard

Schönemann und die DRK-Bereitschaft Schiltach mit sechs Helfern unter der Leitung

von Beate Brede stellten sicher, dass sich die eingesetzten Kräfte erholen konnten

und nahmen Kohlenmonoxid-Messungen bei den Wehrmännern nach ihrem Einsatz

vor.

 

Laut Schönemann hatte ein Hausbewohner eine leichte Rauchgasvergiftung

davongetragen. Nach einer ambulanten Sauerstoffgabe seien jedoch keine weiteren

medizinischen Maßnahmen erforderlich gewesen.

 

Indes, das Feuer erwies sich als besonders zäh. Die Wärmebildkamera der

Schiltacher Wehr machte immer wieder neue Glutnester aus. Die Einsatzleitung

entschloss sich schließlich, den gesamten Dachinnenraum mit Löschschaum zu

fluten, um das Feuer endgültig zu ersticken. Schließlich war es unumgänglich, das

gesamte Dach abzutragen. Viele der Nachbarn beobachteten den Einsatz. Auch

Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas und Lehengerichts Ortsvorsteher Thomas

Kipp machten sich ein persönliches Bild von der Lage. Der Einsatz war gegen 19 Uhr

beendet, eine Brandwache blieb zurück.

Zur Brandursache konnten die Polizeibeamten des Reviers Schramberg vor Ort noch

nichts sagen. Sicher ist nur, dass das Feuer im Anbau ausbrach. Auch die

Schadenshöhe ließ sich gestern noch nicht beziffern. Es wird ein

Brandsachverständiger hinzugezogen.

(Quelle: Schwarzwälder Bote)